14. Oktober 2022

Heimserie fortsetzen

RWE bittet Dynamo Dresden zum Traditionsduell an die Hafenstraße.

Heimserie fortsetzen – Rot-Weiss Essen
Freude pur nach dem ersten Auswärtssieg der Saison. (Foto: Endberg)

Die Negativ-Auswärtsserie ist endlich Geschichte! Mit einem deutlichen 3:0-Erfolg bei der U23 des SC Freiburg gelang Rot-Weiss Essen am letzten Wochenende der erste 3. Liga Dreier in der Ferne. Zuhause hingegen lief es für RWE in der letzten Zeit ohnehin gut: An der Hafenstraße feierten Fans und Team das Ingolstadt-Remis und zwei Siege gegen Aue sowie Saarbrücken. Am morgigen Samstag (14.00 Uhr) soll dann mit Aufstiegsaspirant Dynamo Dresden der nächste große Klub geärgert werden. Alles Wissenswerte zur Partie lesen Rot-Weisse im Duellcheck!

Die Ausgangslage:

Die Formkurve zeigt für RWE steil nach oben: In fünf der letzten sieben Spiele blieben die Rot-Weissen ungeschlagen, die beiden vergangenen Heimspiele wurden sogar gewonnen. Letzten Sonntag brach im Breisgau dann auch auswärts der Bann. Mit einem deutlichen 3:0-Sieg und drei Punkten im Gepäck ging es zurück nach Essen.

„Dieser Auswärtssieg war sehr wichtig. Es ist aber auch egal, ob wir heim oder auswärts an die Punkte kommen. Wir haben es geschafft, leidenschaftlich zu verteidigen. Jeder wollte drei Punkte holen – und das haben wir auch getan“, zeigte sich RWE-Kapitän Daniel Heber nach der Partie glücklich.

Ein Jubiläum feierte Rot-Weiss Essen Top-Torschütze, Simon Engelmann bestritt am vergangenen Sonntag sein 100. Pflichtspiel für RWE. Der 33-jährige Stürmer kommt in seiner Zeit an der Hafenstraße auf 68 Tore und 18 Torvorlagen und ist somit alle 104 Minuten an einem Tor beteiligt. Auch in der 3. Liga ist Engelmann längst angekommen, mit 7 Scorerpunkten (4 Tore, 3 Vorlagen) zählt der 1,88 Meter große Angreifer zu den gefährlichsten Spielern der aktuellen Spielzeit.

Nach knapp vier Wochen kommt es am Samstag gegen Dynamo Dresden endlich wieder zu einem Heimspiel an der Hafenstraße. Der Zweitliga-Absteiger und Aufstiegsaspirant Dynamo Dresden wird jedoch mit Sicherheit keine leichte Aufgabe, dass weiß auch Chef-Trainer Christoph Dabrowski: „Wir treffen auf ein sehr gut besetztes und hochambitioniertes Team, das in den letzten Wochen konstant gepunktet hat und sich inzwischen wieder in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen befindet. Entsprechend motiviert werden die Dresdner sein, um ihre positive Serie weiter fortzusetzen.“

Dabrowski betont gleichzeitig aber auch: „In den letzten Heimspielen gegen den FC Ingolstadt 04, den FC Erzgebirge Aue und den 1. FC Saarbrücken haben wir gezeigt, dass wir auch gegen die Topmannschaften der Liga bestehen und sie sogar besiegen können, wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen.“

Spannend: Mit Dresden empfängt RWE zum dritten Mal in dieser Saison einen Zweitliga-Absteiger im Essener Norden. Bislang konnte keiner der Klubs, die im vergangenen Jahr noch zwei Klassen über Essen standen, den Dabrowski-Code knacken.

Nicht mit von der Partie gegen Dresden werden weiterhin die verletzten Moritz Römling, Michel Niemeyer, Cedric Harenbrock, Meiko Sponsel und Thomas Eisfeld sein. Ebenfalls ausfallen werden Felix Bastians (Zahn-OP) und Sascha Voelcke (Infekt).

Aufpassen müssen Felix Götze, Lawrence Ennali und Björn Rother, alle drei Spieler haben vier gelbe Karten gesehen und würden im Falle einer weiteren Verwarnung im nächsten Spiel gegen Waldhof Mannheim gesperrt sein.

Heimserie fortsetzen – Rot-Weiss Essen
Einer von drei Spielern mit vier gelben Karten: Björn Rother. (Foto: Endberg)

Der Gegner:

Dynamo Dresden steht aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und befindet sich in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Nach dem das Team von Trainer Markus Anfang holprig in die Saison startete (2 Siege, 3 Niederlagen), hat sich der Traditionsklub an die 3. Liga gewöhnt und verlor seitdem kein einziges Spiel mehr.

Dass die Dresdner neben spielerischer Klasse auch Moral haben, zeigte die letzte Partie gegen den VfL Osnabrück. Nach einem 0:2-Rückstand wurde das Spiel in der zweiten Hälfte auf den Kopf gestellt und der sechste Saisonsieg eingefahren. „Wir haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen, unser Spiel weiter durchgezogen und die Partie am Ende hochverdient gedreht“, so Dynamo-Trainer Markus Anfang nach dem 3:2.

Mit Stefan Kutschke und Ahmet Arslan haben die Dresdner sich in dieser Saison mit zwei erfahrenen und torgefährlichen Spielern verstärkt. Der von Zweitligist Holstein Kiel nach Sachsen gewechselte Arslan kommt bereits auf sechs Tore in dieser Spielzeit. Offensiv-Kollege Kutschke ist mit seinen 1,94 Meter und seiner großen Erfahrung eine weitere Verstärkung in den Reihen des Aufstiegsaspiranten.

Heimserie fortsetzen – Rot-Weiss Essen
Stürmt fortan für seinen Heimatverein: Stefan Kutschke. (Foto: Dynamo Dresden)

Trainer Markus Anfang erwartet gegen Rot-Weiss Essen eine herausfordernde Aufgabe: „Es wird für uns ein schweres Auswärtsspiel. Wir stellen uns auf eine aggressive und leidenschaftliche Essener Mannschaft ein mit der entsprechenden Unterstützung ihres Publikums im Rücken. Wenn es uns aber gelingt, früh unser Spiel durchzubringen, werden wir hier erfolgreich sein.“

Verzichten müssen die Dresdner morgen auf Niklas Hauptmann, Robin Becker, Luca Herrmann, Jongmin Seo, Christian Conteh und Panagiotis Vlachodimos.

Vorherige Duelle:

Zum ersten Mal seit 14 Jahren heißt es wieder Rot-Weiss Essen gegen Dynamo Dresden. Das letzte Aufeinandertreffen gab es in der Regionalliga Nord. 8.000 Zuschauer sahen 2008 einen 1:0-Erfolg der Dresdner.

Insgesamt zählen RWE sowie Dynamo zwei Erfolge. Viermal trennten sich die Teams Remis. Durchschnittlich fielen in diesen Duellen 1,38 Tore.

Den letzten Sieg gegen Dresden holte Rot-Weiss Essen 2005 in der 2. Bundesliga. Die Tore erzielten damals Radoslaw Kaluzny und Bjarne Goldbaek.

Das Wetter:

Fans von Rot-Weiss Essen sollten besser eine Regenjacke einpacken. Erwartet werden Regenschauer bei einer Temperatur von 16 Grad.

Übertragung:

MAGENTA Sport überträgt das Aufeinandertreffen zwischen Rot-Weiss Essen und Dynamo Dresden ab 13.45 Uhr. Christian Straßburger wird das Spiel kommentieren, moderiert wird die Sendung von Thomas Wagner. Ab 14.00 Uhr übertragen MDR und WDR die Partie im Free-TV.

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