16. September 2025

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel

Ein Blick durch die rot-weisse Brille.

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen

Kerl inne Kiste, die ersten 5 Spiele hamwa hinter uns gebracht. Aber so richtich weis noch keiner, wo wir stehen. Jetz stehen innerhalb von fünf Tagen gleich zwei Heimspiele gegen unangenehme Gegner an. Ich denke, danach wissen wir, wat ambach is. Aber vorher kommen wir nich dran vorbei, auchma zu gucken, wat inne letzten beiden Spiele los war.

Besondere Schmerzen gibbet beim Rückblick auf dat Spiel gegen die Printen. Kerl, ich muss ja sagen, dat Aachen nie weit oben sein wird in meine persönlichen Hitliste der Sympathie. Im Gegenteil, ich kann die Printen nich riechen. Deswegen tut mir jede Niederlage gegen die Kaiserstädter nen kleinet Loch inne Fanseele brennen. Die letzten drei Spiele haben wir jetz gegen die Alemannia aufn Arsch bekommen. Und vor zwei Wochen is mir die Kinnlade runnageschnackelt und ich musste mir die Klüsen reiben. Drei Elfer gegen uns – dat hab ich so noch nie erlebt. Und auch wenn drei Elfer alleine schon eine Vorentscheidung sind – die Niederlage war leider verdient. Aachen hat so gespielt, wie ichet mir vonne Roten gewünscht hätte.

Zum Glück hatte unsan Uwe die richtigen Schlüsse aus dem Spiel gezogen. In Regensburg gabs einen fast ungefährdeten Sieg. Wat aber getz immer mehr auffällt is, dat unsere Truppe auch inne Breite saugut besetzt is. Der Trainer muss eigenzlich immer ein paar Spieler auffe Bank setzten die bei jedem anderen Drittligist vermutlich gleich inne Startelf landen würden. Uwe braucht getz ein glückliches Händchen mit Fingerspitzengefühl um die Bengels bei Laune zu halten. Kicken können die alle, getz kommts darauf an dat keiner stänkert und der Fokus voll auf dem Erfolg liegt. Wer oben mitspielen will, der braucht nen breiten Kader. Jeder Mann darin is wichtig.

Heute kommt mit dem VfL Osnabrück eine Truppe bei uns anne Hafenstraße rum, die einen genauso durchwachsenen Start inne Saison hatte wie wir. Nur dat Torverhältnis, beziehungsweise die mehr als doppelt so viel erzielten Treffer, lassen uns inne Tabelle vor Wellings Truppe vonne Bremer Brücke stehen. Mit Kai Pröger steht ein ehemaliger Essener Publikums-Liebling bei den Gästen im Kader. Aber die Zeit von Prögi is hier schon lange vorbei und aus alter Verbundenheit werden keine Geschenke verteilt.

Et liegt getz an unserer Truppe zu zeigen, dat et nich nur auswärts klappt, sondern dat auch zuhause der Knoten endlich platzt und heute Abend über 16.000 Essener glücklich und mit 3 Punkte im Sack, nach Hause fahren. Und wenn man gewinnt, isset auch leichter die die Stimmung im Team im Griff zu haben.

Allet für Uwe, allet für die Stimmung, allet für 3 Punkte!!

Nur der RWE

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen