21. August 2026

Update zum Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken

Zum Vorfall im RWE-Gästeblock im Ludwigsparkstadion am 9. August 2026 bezieht Rot-Weiss Essen hier abermals Stellung.

Update zum Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken – Rot-Weiss Essen

Zum Vorfall im RWE-Gästeblock im Ludwigsparkstadion während der Drittligapartie von Rot-Weiss Essen beim 1. FC Saarbrücken am 9. August 2026 beziehen wir hier nun abermals Stellung:

Wir arbeiten weiterhin intensiv an der Aufarbeitung des Vorfalls im RWE-Gästeblock beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Saarbrücken am 1. Spieltag der Saison 2026/2027. Wie bereits in unserer Presseveröffentlichung vom 11. August formuliert, sind wir zeitnah über den Vorfall von zahlreichen Fans informiert worden und bedanken uns für alle Hinweise.

Bislang ist es uns jedoch noch nicht gelungen, die Person zu identifizieren, die am 9. August offenkundig den „Hitlergruß“ gezeigt hat – eine Straftat, von der wir uns als Rot-Weiss Essen e.V. ausdrücklich distanzieren. Wir versuchen weiterhin, diese Person zu identifizieren, und sind hierbei selbstverständlich weiter mit den zuständigen Behörden im stetigen Austausch. Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, die uns als Verein bei der Sanktionierung zur Verfügung stehen, von der Strafanzeige über Haus- und Stadionverbote bis hin zum Vereinsausschluss und zivilrechtlichen Maßnahmen.

Dass wir es hier nicht bei klaren Worten belassen, haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So haben wir beispielsweise im Dezember 2024 im Stadion an der Hafenstraße unverzüglich eine Person identifiziert und sanktioniert, die während einer Schweigeminute mit einem lautstarken fremdenfeindlichen Ausruf aufgefallen war. Gegen die Person wurde ein Stadionverbot ausgesprochen, Strafanzeige erstattet und darüber hinaus auch zivilrechtlich vorgegangen. Gleichzeitig hat unser Publikum unmittelbar und unmissverständlich reagiert und mit den gemeinsamen lauten Rufen „Nazis raus!“ ein klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Dieses eindeutige Signal unseres Publikums ist Ausdruck dessen, wofür Rot-Weiss Essen steht.

Für Rot-Weiss Essen ist klar: Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander sind keine Lippenbekenntnisse, sondern ein Anspruch, an dem wir unser tägliches Handeln ausrichten. Wir werden deshalb auch künftig konsequent einschreiten, wenn Menschen bei uns aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität oder aus anderen Gründen diskriminiert oder angefeindet werden.

Rot-Weiss Essen tritt jeder Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit sowie allen Verhaltensweisen, die gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet sind, entschieden entgegen. Ein solcher Vorfall („Hitlergruß“) widerspricht unserer Haltung als Verein, daher ist auch klar: Bei uns ist für ein solches Verhalten kein Platz. Wer sich rassistisch, fremdenfeindlich, diskriminierend oder menschenverachtend verhält, schadet nicht nur unserem Verein, sondern unserem gesamten Umfeld und ist bei uns nicht willkommen.