19. August 2022

Pott trifft auf Bayern!

Erstes Duell gegen Ingolstadt.

Kampf gegen FC Ingolstadt annehmen. Rot-Weiss Essen vor heimischer Kulisse gegen "Schanzer".
Moritz Römling (re.) und sein Team wollen den Kampf gegen den FC Ingolstadt annehmen. (Fotos: Markus Endberg)

„In der 3. Liga ist in jedem Spiel alles möglich“, zeigt sich Rot-Weiss Essens Chef-Trainer Christoph Dabrowski vor der Partie gegen den FC Ingolstadt zuversichtlich. Im Rahmen des 5. Spieltags kommt es am Samstag (14.00 Uhr) im Stadion an der Hafenstraße zum ersten Aufeinandertreffen beider Teams. Alle wichtigen Fakten zum Duell zwischen RWE und den „Schanzern“ gibt es im Duellcheck!

Die Ausganglage:

Bemüht, doch noch nicht belohnt. Im Revierduell mit der U23 von Borussia Dortmund musste sich RWE am vergangenen Wochenende knapp mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Die mutige Spielweise im zweiten Durchgang führte, anders als noch gegen Duisburg, zu keinem Torerfolg. Dabrowski war nach der Partie dennoch vorsichtig optimistisch: „Insgesamt haben wir heute eine defensive Basis gefunden. Jetzt müssen wir uns kurz schütteln. Wenn wir so weiterspielen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt.“

Mit Sicherheit hat kein Fan etwas dagegen, wenn dieser Knoten bereits am Samstag gegen den FC Ingolstadt platzt. In bislang vier Spielen blieb der Aufstiegsaspirant noch ohne Gegentor, am Wochenende soll diese Serie gebrochen werden. Dafür sorgen könnte RWE-Stürmer Simon Engelmann, mit zwei Toren ist er aktuell der beste Schütze in den rot-weissen Reihen.

Pott trifft auf Bayern! – Rot-Weiss Essen
Vierfach-Regionalliga-Torschützenkönig Simon Engelmann traf gegen Viktoria Köln und den MSV Duisburg. (Foto: Höft)

Auch wenn es die erste Partie zwischen beiden Mannschaften in der Geschichte ist, so ist dieses Duell für einige RWE-Spieler kein Neues. Erste Berührungspunkte mit dem Klub aus Bayern hatten mit Felix Bastians, Thomas Eisfeld, Lawrence Ennali, Michel Niemeyer und Björn Rother gleich fünf Spieler von Rot-Weiss Essen. Jeder von ihnen traf bereits mit vorherigen Vereinen auf den FC Ingolstadt. Wie es sich anfühlt gegen den FCI erfolgreich zu sein, weiß Felix Bastians. In der Saison 2017/18 gelang dem Innenverteidiger ein Treffer gegen die „Schanzer“, das Tor des Routiniers leitete damals in der 2. Bundesliga einen 2:0-Erfolg seines Ex-Vereins VfL Bochum ein.

Verzichten muss Chef-Coach Dabrowski definitiv neben dem langzeitverletzten Michel Niemeyer auf Meiko Sponsel. Die 20-jährige Leihgabe vom 1. FC Köln zog sich einen Meniskusriss zu.

Pott trifft auf Bayern! – Rot-Weiss Essen
Lawrence Ennali (l.) und die Rot-Weissen möchten nach der Niederlage beim BVB gegen Ingolstadt möglichst punkten. (Foto: Endberg)

Das Spiel gegen den FC Ingolstadt ist gleichzeitig das letzte Heimspiel im August dieses Jahres. Danach warten mit der Niederrheinpokal-Partie gegen den SV Burgaltendorf (23. August, 19.00 Uhr, „An der Windmühle“) und dem 6. Spieltag in der 3. Liga bei der SpVgg Bayreuth (27. August, 14.00 Uhr, Hans-Walter-Wild-Stadion) noch zwei Aufgaben auf die von Christoph Dabrowski trainierte Elf. An der Hafenstraße geht’s schließlich am Freitag, den 02. September, 19.00 Uhr, gegen Erzgebirge Aue rund.

Der Gegner:

Schon früh in der Saison zeigt der Absteiger Ambitionen für die direkte Zweitliga-Rückkehr. In den vergangenen fünf Jahren pendelte der FC Ingolstadt immer wieder zwischen der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands und der 3. Liga. Zwischen 2015 und 2017 gehörten die Bayern gar der 1. Bundesliga an.

Mit drei Siegen und einem Unentschieden ist der FC Ingolstadt ungeschlagen und rangiert derzeit auf Tabellenplatz zwei hinter dem TSV 1860 München.  Auch die nächste Pokalrunde ist gesichert: Unter der Woche besiegte die Elf von Trainer Rüdiger Rehm (43 / seit Dezember 2021 beim FCI; zuvor u.a. bei Wehen Wiesbaden) in der 2. Runde des Verbandspokals Türkspor Augsburg souverän mit 3:0.

Pott trifft auf Bayern! – Rot-Weiss Essen
Der FCI im Trainingslager in Vals in der Schweiz. (Foto: FC Ingolstadt)

Bundesweite Schlagzeilen machte der FCI unterdessen mit einem Abgang: Mittelfeld-Talent Merlin Röhl verließ Ingolstadt am Mittwoch in Richtung Breisgau. Bundesligist SC Freiburg sicherte sich die Dienste des 20-Jährigen, der in dieser 3. Liga-Saison bereits zwei Treffer für die Ingolstädter erzielen konnte. Genauso viele Tore schoss Stürmer Patrick Schmidt (zuvor u.a. 1. FC Heidenheim und 1. FC Saarbrücken), der somit nach dem Abgang Röhls der aktuell beste Torschütze in den Reihen der „Schanzer“ ist. Mit Pascal Testroet, Sommerneuzugang vom SV Sandhausen, verfügt der FCI zudem über einen Spieler mit Angriffserfahrung in 193 Drittliga- sowie 152 Zweitliga-Partien. Zusammengerechnet gelangen dem 31-jährigen Münsterländer 105 Treffer in diesen deutschen Spielklassen. Verzichten müssen die Ingolstädter allerdings auf die verletzten David Kopacz sowie Max Dittgen.

Auf das Feld geführt wird die Elf aus dem Süden Deutschlands seit dieser Saison von Abwehr-Routinier Tobias Schröck. Der 29-Jährige ist seit fünf Jahren beim FCI und kann auf 68 Spiele in der 2. Bundesliga sowie 132 Kräftemessen in Liga drei zurückblicken. An Erfahrung mangelt es dem gebürtigen Mühldorfer also nicht.

Auch wenn die Tabellensituation aus bayrischer Perspektive eine vermeintlich klare Sprache spricht, erwartet Trainer Rehm ein schwieriges Spiel: „Rot-Weiss Essen hat eine enorm bissige Truppe, die natürlich gegen uns gewillt sein wird, in der 3. Liga in die Spur zu finden. Daher rechne ich mit einem intensiven und emotionalen Spiel, bei dem die Heimmannschaft alles dafür tun wird, um den Bock umzustoßen.“ Rehm kommt nach sechs Jahren Abstinenz zurück an die Hafenstraße. Anlass für den letztmaligen Besuch war der DFB-Pokal. Rehm, seiner Zeit Trainer von Arminia Bielefeld, setzte sich 2016 in der ersten Runde nur knapp im Elfmeterschießen gegen RWE durch.

Vorherige Duelle:

Bisher gab es noch kein direktes Aufeinandertreffen beider Teams.

Das Wetter:

Es wird sonnig am Samstagvormittag. Zum Anstoß wird eine Temperatur von 21 Grad erwartet.

Übertragung:

MAGENTA SPORT überträgt die Partie live mit den Vorberichten ab 13.45 Uhr. Kommentiert wird das Spiel von Stefan Fuckert, Tobi Schäfer moderiert die Sendung. Zusätzlich zum Angebot von MAGENTA SPORT, strahlen WDR sowie BR das Spiel ab 14.00 Uhr frei empfangbar im Fernsehen aus.

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